In Illertissen verwandeln wir 285 Quadratmeter Bürofläche in eine kieferorthopädische Praxis mit vier Behandlungsplätzen. Der Bauherr wünscht sich einen fröhlichen Ort, an dem Kinder und Erwachsene der Behandlung mit einem guten Gefühl begegnen. Zugleich braucht das Team klar gegliederte Arbeitsbereiche, kurze Wege und verlässliche Abläufe. Die vorhandenen Räume bringen wertvolle Elemente mit, die wir bewusst erhalten und in das neue Gestaltungskonzept einbinden. So entsteht aus dem Bestand eine Praxis, die Vertrautes weiterträgt und dem Alltag eine klare, lebendige Form gibt.
Unser Nutzungskonzept ordnet Empfang, Wartezone, Behandlung und Arbeitsbereiche so, dass jeder Weg klar lesbar ist. Kräftige Farben kennzeichnen die einzelnen Zonen, während eine rote Lichtlinie die Praxis wie ein leuchtender Faden durchzieht. Sie verbindet die Bereiche und führt Patienten sicher weiter. Diese selbsterklärende Orientierung erleichtert das Ankommen und bringt Ruhe in den Ablauf. Das Team muss weniger Wege erklären, Bewegungen werden planbarer und jeder Handgriff findet seinen Platz. Innenarchitektur wird damit zum stillen Begleiter eines gut organisierten Praxistages.
Die geschwungene Lichtlinie übernimmt eine klare Aufgabe: Sie gibt dem Raum Richtung. Ihr kräftiges Rot greift das Erscheinungsbild der Praxis auf, setzt einen starken Kontrast und macht den Weg schon beim Eintreten verständlich. Gleichzeitig verbindet sie Empfang, Flur und Behandlung zu einem zusammenhängenden Raumerlebnis.
Vor dem Umbau fehlt den ehemaligen Büroräumen eine räumliche Erzählung. Heute führt das qualifizierte Lichtkonzept durch eindeutig gegliederte Bereiche. Patienten finden sich leichter zurecht, während das Team von ruhigeren Bewegungen und klaren Abläufen profitiert. Die Leuchte sorgt für Orientierung, setzt einen lebendigen Akzent und stärkt die eigene Handschrift von KOALA.

Das prägnante Erscheinungsbild der Kieferorthopädie gibt den Ausgangspunkt für unser qualifiziertes Farb- und Materialkonzept. Rot, Türkis, Blau und Grün treten kraftvoll auf und weisen den Praxisbereichen eine eigene Stimmung zu. Die Farben machen Mut, wecken Neugier und nehmen der medizinischen Umgebung ihre Strenge. Kinder entdecken eine fröhliche Welt, Erwachsene erleben Klarheit und Charakter.
Der warme Holzton des Bodens hält die kräftigen Flächen in Balance. Weiße Einbauten und ruhige Decken schaffen den hellen Rahmen, in dem Farben und Licht ihre Wirkung entfalten. Gemeinsam mit dem Grafikbüro HammerAlbrecht aus Wien stimmen wir Plakate und die Tapete im Wartebereich auf die räumliche Gestaltung ab. So wächst aus Innenarchitektur und Erscheinungsbild ein durchgängiges Ganzes.
Wer versteht, was geschieht, begegnet einer Behandlung oft gelassener. Deshalb machen wir die Arbeit des Kieferorthopäden sichtbar und geben der Technik eine kleine Bühne. Runde Bullaugen in den maßgefertigten Schränken öffnen den Blick auf die 3D-Drucker. Hier entstehen Zahnmodelle, zwischendurch auch kleine Figuren und Spielzeuge. Aus einem technischen Vorgang wird ein beobachtbares Erlebnis, das Fragen erlaubt und Berührungsängste löst.
Die gefertigten Stücke finden anschließend ihren Platz in einer eigenen Vitrine. Sie erzählen von Präzision, handwerklichem Können und der Freude am Entdecken. Gerade für junge Patienten wird die Praxis damit zu einem Ort, an dem medizinische Technik verständlich und nahbar erscheint. Transparenz erhält eine räumliche Form: als ehrlicher Einblick in die Arbeit und als Einladung, neugierig zu bleiben.

Im Wartebereich steht ein großer Tisch im Mittelpunkt. Er gibt Kindern Raum zum Malen, für Hausaufgaben oder eine Beschäftigung abseits des Mobiltelefons. Geschwister finden eine Aufgabe, Eltern einen Moment zum Durchatmen. So wird aus Wartezeit eine nutzbare Pause, die den Beginn der Behandlung leichter macht.
Das Nutzungskonzept greift dabei unterschiedliche Bedürfnisse auf, ohne den Raum zu überladen. Eine gepolsterte Sitznische schafft Geborgenheit, die grafisch gestaltete Tapete regt die Fantasie an und die kräftigen Farben vermitteln Lebensfreude. Jede Zone bleibt offen und gut überschaubar. Der Wartebereich unterstützt damit einen ruhigen Praxisablauf und zeigt, wie Innenarchitektur aus einer alltäglichen Situation einen freundlichen, sinnvoll gestalteten Aufenthalt formt.



Die Einbauten folgen den Abläufen des Teams und nutzen die vorhandene Fläche exakt. Stauraum, Arbeitsflächen und technische Geräte erhalten feste Plätze. In den vier Behandlungsbereichen bleiben die Wege kurz, die Übergänge klar und alle wichtigen Funktionen gut erreichbar. Das Funktionskonzept schafft Ordnung, ohne die offene Raumwirkung zu bremsen.
Dabei behalten wir vorhandene, teils noch junge Elemente und führen sie in eine neue Nutzung. Maßgefertigte Ergänzungen verbinden Bestand und neue Anforderungen zu einer verlässlichen Einheit. Diese sorgfältige Abstimmung stärkt die Wirtschaftlichkeit des Umbaus und gibt der Praxis dauerhaft tragfähige Strukturen. Form, Funktion und handwerkliche Ausführung arbeiten zusammen – ruhig, robust und auf den Punkt gebracht.
KOALA zeigt, wie eine klare Ordnung und eine spielerische Haltung zusammenfinden. Das Gestaltungskonzept übersetzt den lebendigen Außenauftritt in den Raum und gibt ihm Tiefe. Farben gliedern, Materialien schaffen Balance und das Licht führt. Jeder Bereich trägt eine eigene Aufgabe und bleibt zugleich Teil einer durchgängigen räumlichen Erzählung.
Für Patienten entsteht eine Praxis, die Orientierung gibt und Neugier zulässt. Für das Team wächst ein Arbeitsumfeld, das Wege vereinfacht und konzentriertes Handeln unterstützt. Die sichtbaren 3D-Drucker, der große Gemeinschaftstisch und die rote Lichtlinie sind prägnante Einzelheiten mit erkennbarem Zweck. Sie machen Behandlung verständlicher, fördern einen ruhigen Alltag und verleihen der Kieferorthopädie eine unverwechselbare Handschrift.








Mich begeistert an diesem Projekt, wie selbstverständlich Klarheit und Lebensfreude ineinandergreifen. Die rote Lichtlinie gibt den Takt vor, kräftige Farben öffnen den Raum und kleine Einblicke machen die Arbeit des Kieferorthopäden verständlich. Die Praxis fühlt sich freundlich, lebendig und geordnet an. Kinder dürfen neugierig sein, Erwachsene finden Orientierung und das Team arbeitet in Strukturen, die jeden Tag tragen.
Die größte Aufgabe liegt darin, aus einer ehemaligen Bürofläche einen stimmigen Praxisablauf zu entwickeln und vorhandene Elemente weiterzuverwenden. Das Vertrauen des Bauherrn gibt uns die Freiheit, Formen, Farben und Licht konsequent aufeinander abzustimmen. Gemeinsam mit dem Grafikbüro HammerAlbrecht aus Wien und allen Beteiligten entsteht eine räumliche Handschrift, die das Erscheinungsbild von KOALA lebendig fortführt. Für die Zusammenarbeit und das Vertrauen in unsere Gestaltung bin ich besonders dankbar.
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